Seit 2022: Insolvenzen verdoppelt, Forderungen versechsfacht. Woran kränkelt die Wirtschaft im Landkreis Meißen?

Die Anzahl von Unternehmensinsolvenzen im Landkreis Meißen hat sich zwischen 2022 und 2025 beinahe verdoppelt: Wie eine Kleine Anfrage (Drs.-Nr.: 8/6068) des Meißner AfD-Abgeordneten an das sächsische Wirtschaftsministerium ergab, mussten im vergangenen Jahr bis einschließlich November mindestens 51 lokale Unternehmen Insolvenz anmelden.

Noch 2022 waren dies nur 27 Unternehmen. Die Anzahl zahlungsunfähiger Unternehmen hat sich damit im dritten Jahr in Folge auf sehr hohem Niveau angesiedelt. Bereits 2023 und 2024 wurden im Landkreis Meißen überdurchschnittlich viele Unternehmensinsolvenzen vermerkt (52 bzw. 46), von welchen insgesamt rund 600 Mitarbeiter betroffen waren. Vervielfacht haben sich dabei auch die Forderungen der Gläubiger: Von 6,1 Millionen Euro im Jahr 2022 über 20,5 Millionen Euro im Jahr 2023 und 31,5 Millionen Euro im Jahr 2024 auf zuletzt mehr als 36,9 Millionen Euro an reinen Insolvenzforderungen.

Betroffen von Insolvenz waren vor allem das produzierende Gewerbe sowie Unternehmensdienstleister. Als Gründe für ihre Insolvenzen geben Unternehmen oftmals die seit dem Ukrainekrieg hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie eine gesunkene Nachfrage auf den Märkten an.