Nur acht Jahre Haft für linksextremen Gewalttäter: Warum kümmert sich die Bundesregierung um Simeon „Maja“ Trux, aber nicht um Sonja Nientiet?

Am Mittwoch wurde der linksextreme Gewalttäter Simeon Trux von einem ungarischen Gericht zu acht Jahren Haft verurteilt: Ein viel zu mildes Urteil, finden viele, denn Trux hatte im Februar 2023 in Budapest gemeinsam mit anderen Linksextremisten wahllos Menschen überfallen und auf deren Schädel mit Schlagwerkzeugen eingeschlagen. Die ungarische Staatsanwaltschaft wirft Trux von daher versuchten Totschlag sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. Besonders feige: Trux, welcher der linksextremen „Hammerbande“ zugerechnet wird, erklärte sich in ungarischer Haft unter dem Namen „Maja“ als „nicht-binär“, mutmaßlich, um seine Strafe in einer Justizvollzugsanstalt für Frauen absitzen zu dürfen.

Dass linke Vereine und Parteien lautstark die Freilassung des linksextremen Gewalttäters fordern, überrascht bei linker Moralverwahrlosung längst keinen mehr. Doch der eigentliche Skandal: Auch die deutsche Bundesregierung macht sich stark dafür, dass Trux seine Haftzeit – auf viel bequemere Weise – in Deutschland absitzen darf. Die gleiche Bundesregierung übrigens, die darauf beharrt, dass ausländische Straftäter ihre Haftzeit – selbstverständlich – auch in Deutschland absitzen dürfen und nicht in ihre Heimat zurückmüssen.

Wofür sich die Bundesregierung seit Jahren nicht starkmacht: Für die Heimkehr der deutschen Staatsbürgerin Sonja Nientiet! Im Mai 2018 wurde die nordrhein-westfälische Krankenschwester von islamischen Extremisten der Terrorgruppe „al-Shabaab“ in Mogadischu entführt. Seitdem befindet sich Sonia Nientiet in Geiselhaft in Somalia – schon fast acht Jahre lang. In einem im Frühling 2025 veröffentlichten schockierenden Video fleht sie, sichtlich gealtert, abgemagert und unter Tränen um ihre Freilassung. Doch die Reaktion der Bundesregierung: Eisernes Schweigen!

Dabei hätte Sonia Nientiet längst frei sein können: Vor wenigen Jahren hatten der marokkanische und der US-amerikanische Geheimdienst den Aufenthaltsort der deutschen Geisel herausgefunden. Die USA boten der Bundesregierung an, mit ihren Spezialtruppen, die auf diesem Gebiet auch in Somalia viel Erfahrung haben, die Krankenschwester zu befreien. Die zuständige Abteilung im deutschen Außenministerium stimmte dem Plan zu – doch der damalige Außenminister Heiko Maas (SPD) legte sein Veto ein. Seitdem kümmert sich in der Bundesregierung niemand mehr um ihre Befreiung.

Gegen den ehemaligen Außenminister Heiko Maas hatte ich vergangenen Frühling Strafanzeige gestellt. Die Staatsanwaltschaft in Sachsen fand diese Strafanzeige begründet und leitete das Verfahren nach Berlin weiter. In der rot-grünen Bundeshauptstadt wurde meine Strafanzeige jetzt allerdings eingestellt. Es stellen sich die Fragen: Trauen sich die dortigen Staatsanwälte nicht, gegen die Nomenklatura der Altparteien zu ermitteln?

Und lässt unsere eigene Bundesregierung uns Deutsche in der Not einfach sitzen? Fast scheint es so – außer natürlich, es handelt sich um linksextreme Gewalttäter wie Simeon „Maja“ Trux.

Das Handeln unserer Bundesregierung ist ein gewaltiger Skandal, der nicht ohne Empörung bleiben darf: Acht Jahre Geiselhaft sind acht Jahre zuviel! Bringt Sonia Nientiet endlich wieder nach Hause zu ihrer Familie!

Wer sich von meinen Lesern ebenfalls für Sonia Nientiet einsetzen möchte, es sei jedem herzlich gedankt.

Die Adresse des Auswärtigen Amts lautet:

Auswärtiges Amt

Herr Minister Johann Wadephul

Werderscher Markt 1

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E-Mail: johann.wadephul@bundestag.de