Herzlichen Glückwunsch zum Ehrentag, lieber Theodor Körner!
Am 23. September 1791, heute vor 235 Jahren, wurde mit Theodor Körner in Dresden einer der größten sächsischen Dichter und einer der bedeutendsten deutschen Patrioten geboren. Aus gut situiertem Haus stammend, sein Vater war ein enger Freund und Förderer Friedrich Schillers, erntete Körner bereits mit jugendlichen zwanzig Jahren Ruhm als Theaterautor am Wiener Burgtheater. Im März 1813 schloss Körner sich dem Lützowschen Freikorps unter Generalmajor Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow an, um als Freiwilliger in den Befreiungskriegen gegen die Besatzung seiner deutschen Heimat durch die französischen Truppen Napoleon Bonapartes zu kämpfen. Während eines Gefechts im Forst Rosenow im heutigen Landkreis Nordwestmecklenburg wurde Körner am 26. August 1813 tödlich verwundet. Er verstarb noch am selben Tag mit nur einundzwanzig Jahren.
Was uns von Körner bleibt, sind zahlreiche patriotische Lieder und Gedichte, die uns zum steten Kampf für Freiheit und Wohlergehen unseres Vaterlands anspornen. Sein posthum erschienener Gedichtband „Leier und Schwert“ gehört in die Bibliothek eines jeden deutschen Patrioten – und wieder und wieder von uns allen gelesen. Das Lützowsche Freikorps ist bereits unvergessen: Die Farben seiner Uniformen sind heute die Farben unserer schwarz-rot-goldenen Nationalflagge. In Dresden erinnern der Körnerplatz sowie das Theodor-Körner-Denkmal auf dem Georgplatz an den berühmten, viel zu jung verstorbenen Sachsen. Doch zuletzt mit dem Gedicht „Lützows wilde Jagd“ schuf Körner sich selbst ein unvergängliches Denkmal.
Hier ein Auszug aus dem Gedicht zu Ehren von Theodor Körners heutigem Geburtstag:
„Die wilde Jagd und die deutsche Jagd
Auf Henkersblut und Tyrannen.
Drum die Ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!
Das Land ist ja frei und der Morgen tagt,
Wenn wir’s auch erst sterbend gewannen!
Und von Enkeln zu Enkeln sei’s nachgesagt:
Das war Lützows wilde verwegene Jagd.“
