„Eine Fläche, fast so groß wie ganz Coswig“: Regionalverband plant über 20 km² an Windkraftanlagen im Landkreis Meißen
Der Regionale Planungsverband Oberes Elbtal/Osterzgebirge plant für den Landkreis Meißen den Bau zahlreicher neuer Windkraftanlagen: Wie eine Kleine Anfrage (Drs.-Nr.: 8/6102) des Meißner AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Kirste an die sächsische Staatsregierung ergab, sind allein für das Gebiet der Stadt Großenhain zwölf neue Windkraftanlagen mit einer Höhe von bis zu 266 Metern sowie für die Gemeinde Klipphausen drei neue Anlagen mit einer Höhe von je 200 Metern vorgesehen. Mit den bereits im Bau befindlichen Anlagen in Klipphausen und Glaubitz würde sich die Zahl der Anlagen im Landkreis Meißen von 75 auf 93 erhöhen – und ein Ende der Fahnenstange ist damit noch lange nicht erreicht.
Denn bereits am 23. März stimmt der Planungsverband laut Auskunft des sächsischen CDU-Umweltministers von Breitenbuch ebenso über die Bestimmung von Vorranggebieten für Windkraftanlagen im Landkreis Meißen ab. Die Beschlussvorlage hat es in sich: So sollen mindestens 1,2 Prozent der Fläche des Landkreises für Windräder freigegeben werden. Konkret handelt es sich um 2.107 Hektar Fläche, die für Windkraftanlagen zubetoniert und versiegelt würde. Zur Verdeutlichung umgerechnet sind dies rund 21 Quadratkilometer bzw. zwei Drittel der Stadtfläche Meißens bzw. fast die komplette Stadtfläche Coswigs – oder aber auch 2.951 Fußballfelder.
Noch gilt zu hoffen, dass die Mehrheit der Abstimmungsberechtigten des Regionalverbands diesen Beschluss ablehnen wird. Vorsitzender des Regionalverbands ist übrigens der Meißner CDU-Landrat Ralf Hänsel, und allein die Stadt Dresden entsendet zwei stimmberechtigte Grünen- sowie einen SPD-Vertreter.
Übrigens sieht das „Windenergieflächenbedarfsgesetz“ (WindBG), welches wir Deutschen dem ehemaligen Grünen-Wirtschaftsminister Robert Habeck zu „verdanken“ haben, auch für Sachsen einen noch viel größeren Hammer vor: So werden im Gesetz allein bis Ende 2027 mindestens 1,3 Prozent der kompletten Landesfläche des Freistaats als Baufläche für Windräder vorgeschrieben – und bis Ende 2032 sogar ganze zwei Prozent unseres Freistaats. Das wiederum wären umgerechnet rund 370 zubetonierte Quadratkilometer, über ein Zehntel mehr als die komplette Fläche unserer Landeshauptstadt Dresden.
